Weisser Berg
Der „Weiße Berg“ ist seit jeher ein prägender und besonders schützenswerter Landschaftsbestandteil des Saale-Holzland-Kreises und mit 375 m die höchste Erhebung des Altkreises Stadtroda. Mit mächtigen, eindrucksvollen Buchen und Eichen bewachsen war er aus der ganzen Umgegend weithin sichtbar, Aussichtspunkt und Wanderziel, nicht zuletzt vom nahegelegenen Landschaftsschutzgebiet „Zeitzgrund“ aus. Ein liebevoll von Naturliebhabern gestalteter Naturlehrpfad führt unmittelbar an ihm vorbei.
Auf Betreiben des Forstamtes Jena wurde die an der Straße in Höhe der Gemeinde Bobeck gelegene Spitze des „Weißen Berges“ am 03. März 2006 und in den darauffolgenden Tagen fast komplett abgeholzt und rücksichtslos verwüstet, mehr als 30 über 150 Jahre alte Bäume und weitere 13 jüngere Bäume gefällt.
Die sofort eingehenden, unerwartet vehementen Beschwerden aus der Bevölkerung, z.B. beim Umweltamt SHK, Anrufe beim Forstamt und viele Leserbriefe in den Medien fanden leider nur taube Ohren. Ohne jedes Gefühl für Land und Leute wurde die Zerstörungsaktion fortgesetzt und schließlich wie geplant beendet. Das Holz der unersetzbaren Baumriesen wurde als Brennholz oder anderweitig verscherbelt.
Eine kleine Bürgerinitiative von nur wenig Leuten versuchte den allgemeinen Protest zu bündeln. Mit Aktionen, Transparenten und Presseverlautbarungen wurde auf die Widersinnigkeit der Maßnahme aufmerksam gemacht, Unterschriften wurden gesammelt, eine Petition an den Thüringer Landtag eingereicht ...
Ein Trauerspiel in etlichen Akten




